Porträt eines 35-jährigen Mannes
Mann mit Bart, Hut und Mantel mit dunkelbraunem Pelzbesatz. Der Dargestellte greift sich mit der linken Hand an den Pelz. Zwischen Hut und Schulterabschluss ist ein Himmel in intensiver Farbigkeit aus gelben, roten und grünerdigen Schwaden sichtbar. Entfernt ist eine Burgarchitektur erkennbar. Links angeschnitten ragt ein Baum über das Bild hinaus. An diesem ist eine Tafel mit der Inschrift „1528 / 35“ befestigt. Letztere Zahl gibt Auskunft über das Alter des Dargestellten.
Muhr hält einen Zusammenhang des Porträts mit den Wittelsbacher Herzögen, die als Auftraggeber und Gönner Hubers fungierten, als wahrscheinlich. Vlachos vermutet, dass es sich um den Passauer Humanisten Philipp Gundel oder Gundelius (1493–1567) handeln könnte.
Das Gemälde ist nicht signiert, jedoch auf das Jahr 1528 datiert.
(…) Ungeklärt
O. J. Vermutlich Sammlung Dr. Hans Wendland (1880–1965), Schweiz, Erwerbsweg ungeklärt
Spätestens ab März 1940–28.07.1941 Galerie Fischer, Luzern, Erwerbsweg ungeklärt
Ab 28.07.1941 Deutsches Reich („Sonderauftrag Linz“), Ankauf
15.07.1945 Amerikanische Militärregierung, Central Collecting Point München, Sicherstellung
Seit 1949 Bundesrepublik Deutschland, Übergang gemäß Artikel 134 Grundgesetz
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